2018

Impuls

Theologinnen und Theologen wandeln je einen kurzen biblischen Text in einen Impuls für die Gegenwart.

  • «Hört auf mich, hört gut zu!»

    «Hört auf mich, hört gut zu!»

    Johannes dem Täufer, für dessen Fest in diesen Tagen dieser Bibeltext ausgewählt ist, wurde schon bei der Geburt zugesagt, was im schönen Text jedes kirchlichen Morgengebetes überliefert ist: «Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heissen: denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.»

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  • Gottes grüner Daumen

    Gottes grüner Daumen

    Dort steht sie! Schaut sie an! Bewundert sie in ihrer einzigartigen Pracht! Strahlend, lindenblütenweiss steht sie dort, eine wahre Augenweide, die Linde beim Bahnhof Aesch, zwischen dem Perron und dem Wendeplatz der Postautolinie 68, am Morgen des 3. Juni, kurz nach 8 Uhr. Ein wahrhaft sonntäglicher Anblick.

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  • Schon im Garten Eden: Der andere wars!

    Schon im Garten Eden: Der andere wars!

    «Papa, glaubst du eigentlich daran, dass Gott die Welt in nur sieben Tagen erschaffen hat?» – Damit konfrontierte mich jüngst mein Sohn, der in der Schule mit einem Klassenkameraden einen Disput geführt hatte: Theologie versus Naturwissenschaften. Bei dieser unverhofften Frage musste ich zunächst einmal etwas schlucken und dann Luft holen.

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  • Denke an das Aufhören!

    Denke an das Aufhören!

    Es ist Freitagnachmittag. Langsam wandert der Uhrzeiger gegen 16.00 Uhr. In vielen Büros werden die Computer heruntergefahren, die Fenster geschlossen, die Taschen gepackt und die Schuhe geschnürt. Zum Schluss folgen zwei der schönsten Worte in der (westlichen) Arbeitswelt: «Schönes Wochenende!» Man wünscht es sich am Freitag auf der Arbeit, beim Verabschieden, an der Ladenkasse … Ja, da hört die strenge Arbeitswoche auf. Der Sonntag kommt.

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  • Unerwartet kommt die Brise, die uns neu belebt

    Unerwartet kommt die Brise, die uns neu belebt

    Mit dem Geist Gottes ist es, wie wenn wir draussen auf einer Bank sitzen, jammernd, wie warm es schon wieder ist, und uns unerwartet eine kühle Abendbrise erfrischt, von aussen, nicht von uns gemacht. Dieser erfrischende Hauch belebt und bringt neue Ideen, Hoffnung und Kraft. Das Fest von Pfingsten erneuert den Geist Gottes für uns.

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  • Die Frau an der Seite Gottes

    Die Frau an der Seite Gottes

    Bei meinem Besuch der Kirche von Reckingen im Obergoms habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich das Deckengemälde näher betrachtet habe. Es stellt die Erschaffung Evas (nach dem jahwistischen Schöpfungsbericht in Gen 2,21f.) dar, ein Motiv, das in der religiösen Malerei nicht ganz selten ist. Die Vorstellung, dass Gott aus einer Rippe des Erdmenschens eine Frau formt, hat die Malerfantasie oft angeregt. Schliesslich war mit der Erschaffung der Frau auch die Mann-Werdung Adams verbunden.

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  • Der stärkste Sprit ist unbezahlbar

    Der stärkste Sprit ist unbezahlbar

    Es sei eine der komplexesten Volksinitiativen, über die der Souverän am 10. Juni zu entscheiden hat. Der vollständige Titel des Begehrens lautet entsprechend umständlich: «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank! (Vollgeld-Initiative)». Die einen werben mit dem Aufruf «Nur echte Franken für mein Konto!». Die Gegner warnen, die Änderung würde einen gefährlichen Systemumbau und unkalkulierbare Risiken mit sich bringen. Wie soll ich mich als Staatsbürger seriös informieren?

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  • Eine Vision von Frieden und Gerechtigkeit

    Eine Vision von Frieden und Gerechtigkeit

    Die Sehnsucht nach der Stadt Jerusalem. Wie sehr spricht sie aus diesem visionären und tröstlichen Text des Propheten Jesaja. Die Sehnsucht nach der Stadt, aus der Israel vertrieben war, in die Verbannung geschickt. Die Menschen im Exil, sie träumen von der Stadt, die für sie alles bedeutet. Und hier das Versprechen: Gott selbst wird das Fundament legen und die Stadt aus den kostbarsten Steinen selbst aufbauen.

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  • Die Frage nach der symbolhaften Bedeutung

    Die Frage nach der symbolhaften Bedeutung

    Ich erinnere mich an die heftigen Sommergewitter, die mir als Bauernkind jeweils sehr bedrohlich vorkamen. Ich wusste, dass sich Hagel kurz vor der Ernte verheerend auswirkte, oder dass ein Blitzschlag im Nu unsere ganze Scheune in Brand setzen konnte. Nebst der kindlichen Aufregung über den ohrenbetäubenden Lärm eines Gewitters beschlich mich deshalb stets eine Furcht über bevorstehendes Unheil.

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  • Gott braucht keine Opfer!

    Gott braucht keine Opfer!

    Schaurig und unvorstellbar! Aber es gab tatsächlich eine Zeit – und das selbst im Umfeld des biblischen Glaubens – in der unsere Vorfahren glaubten, Gott ein wohlgefälliges Werk zu erweisen, wenn sie ihm Menschen – sogar ihre Kinder – opferten. Gott will das nicht!

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  • Einladung zu neuem Leben

    Einladung zu neuem Leben

    Rinder verdursten auf den Transporten, Zuchtkühe gebären und sterben auf Lastwagen. Es sind Tiere, welche denselben «Lebensatem» haben wie wir! Es ist kaum zum Aushalten.Ostern überall! Nicht erst, wenn wir an den grossen Osterfeiern teilnehmen. Wir werden daran erinnert, dass alles Leben aus dem «grossen unendlichen Leben» des Schöpfers quillt, das der Tiere und der Pflanzen und Bäume und (erst) seit ungefähr 2,8 Millionen Jahren das der Menschen.

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  • Über Niederlagen und andere schmerzhafte Erfahrungen

    Über Niederlagen und andere schmerzhafte Erfahrungen

    Wir müssen über schlechte Erfahrungen reden. Da war guter Wille, Engagement, selbstlos und ziemlich grenzenlos. Es ging um eine gute Sache, um Menschen. Wenn man die Möglichkeit hat, muss man sich doch zu Wort melden und auch Taten folgen lassen. Man hat sich also stark gemacht für etwas oder jemanden. Der Haken: Man wird sichtbar. Und das ruft zwangsläufig Kritiker auf den Plan.

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  • Erwachsen glauben

    Erwachsen glauben

    Was für ein schönes Bild. Gott, der die Israeliten bei der Hand nimmt. Die sich in einer prekären Situation befinden, in der Sklaverei, in Unfreiheit. Da kommt Gott, nimmt sie bei der Hand und führt sie hinaus.

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  • Wann wird man je verstehn?

    Wann wird man je verstehn?

    Ein Tipp: Suchen Sie im Anhang Ihrer Bibel die «Zeittafel» und dort in der Kolonne «Aus­serbiblische Daten» die Jahreszahl 550–330. Hier finden Sie vermutlich den Hinweis «Persische Zeit» und gleich darunter die Angabe «538–530: Kyrus von Persien erobert Babel und gründet das persische Weltreich unter der Dynastie der Achämeniden».

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  • Ein kleiner Cinquecento und die Zehn Gebote

    Ein kleiner Cinquecento und die Zehn Gebote

    Über die Zehn Gebote ist schon viel geschrieben worden. Sie werden kontrovers diskutiert. Viele stempeln sie als antiquiert ab! Bei genauerer Betrachtung entnehme ich ihnen so etwas wie eine Lebensregel und einige ihrer Inhalte finden sich gar in unserem Straf- und Zivilrecht wieder. In meinen Augen geht es jedoch weniger um das, was sie alles verbieten. In einer Zeit, die mir gelegentlich fast so chaotisch wie der römische Verkehr vorkommt, können die Zehn Gebote eine Orientierung sein, welche Grundlagen zu einem gelingenden Leben beitragen.

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  • Ein Zeichen des Himmels

    Ein Zeichen des Himmels

    Die biblische Erzählung von der Sintflut macht den Regenbogen zu einem der schönsten Hoffnungszeichen des Alten Testaments. Das Zeichen des Bundes zwischen Gott und all seinen Geschöpfen. Gott verbindet durch den Regenbogen den Himmel mit der Erde.

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  • Stille auf dem Abstellgleis

    Stille auf dem Abstellgleis

    Beim Stehenbleiben und Nichtstun wird mir bewusst, wie schnell die Zeit vorbeieilt, die Zeit meines Lebens. Und sie scheint immer schneller zu eilen. Und die Fragen kommen, wie: Was ist im Leben gelungen? Was fehlte? Was machte mich glücklich? Was mache ich mit den Enttäuschungen?

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  • Das eigene Gewissen sagt, wo es langgeht

    Das eigene Gewissen sagt, wo es langgeht

    Manchmal wäre es recht bequem, wenn man die Frage nach der richtigen Entscheidung an eine verantwortliche Instanz delegieren könnte. «Sag mir, was ich tun muss, damit ich sicher bin, alles richtig gemacht zu haben!» Eine Autorität nimmt mir die Entscheidung ab und schreibt mir mein Verhalten vor.

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  • Umkehren, ohne das Gesicht zu verlieren

    Umkehren, ohne das Gesicht zu verlieren

    Wie oft mag uns ein Entschluss reuen, den wir gefasst haben? Wie oft mag uns nicht wohl sein mit einer Entscheidung, die wir getroffen haben? Und wie verhalten wir uns dann? Es mögen kleine, im Rückblick unbedeutende Entscheidungen sein, mit denen wir konfrontiert sind, es mögen grosse Entscheidungen von unabsehbarer Tragweite sein, die wir gefasst haben und dann doch ­irgendwo spüren: es ist nicht so gut, wie wir es zu Beginn angenommen haben; diese Entscheidung weiterzuverfolgen, kann auf Dauer nicht gut gehen oder sogar grosses Unheil herbeiführen.

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  • Vom Suchen und Gerufen-Werden

    Vom Suchen und Gerufen-Werden

    Es war ein schöner Herbsttag. Die Sonne schien und ein angenehm kühler Herbstwind trieb die Blätter im Garten umher. Kurzentschlossen machte ich mich für einen Spaziergang bereit. Bettelnd und schwanzwedelnd folgte mir unser Hund bis zur Tür. «Na gut, dann komm halt auch mit», dachte ich und nahm ihn an die Leine.

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