2017

Impuls

Theologinnen und Theologen wandeln je einen kurzen biblischen Text in einen Impuls für die Gegenwart.

  • Wie tröstet Mann Männer?

    Wie tröstet Mann Männer?

    In jeder dieser Zeilen müsste ich wohl das «man» durch «frau» ersetzen. Denn die Frauen sind die Meisterinnen des Tröstens, die Mütter in allererster Linie. Männer sind oft unbeholfen in dieser Disziplin. Eher sind sie gern grad mal fort, wenn Trost gefragt ist, oder sie bleiben auf Distanz und halten alles für nicht so schlimm. Denn Hilflosigkeit ist im männlichen Selbstbild nicht vorgesehen, nichtsexuelle tröstende Zärtlichkeit auch nicht. Lösungsorientiert gehen Männer vor.

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  • Wer nachdenkt und handelt, der lässt sich formen

    Wer nachdenkt und handelt, der lässt sich formen

    «Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.» Möchten wir das? Sagt uns dieses Bild zu? Möchten wir uns formen lassen wie Wachs? Von Gott, dem Töpfer, der Töpferin? Dieses Bild scheint uns auf den ersten Blick zu willenlosen Objekten zu machen. Aber es ist mehr als das, es geht tiefer.

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  • Was nicht delegierbar ist

    Was nicht delegierbar ist

    Es sei eine der wichtigsten Fähigkeiten des Chefs, dass er Aufgaben und Zuständigkeiten an die Mitarbeiter delegieren kann. Sagt man.

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  • Ein Loblied auf die Frau

    Ein Loblied auf die Frau

    Was für ein schöner Text, oder? Hier wird uns ein Ideal einer (Haus-)Frau vorgestellt, wie es besser nicht sein könnte. Bei so einer tollen Frau wird jeder Mann sagen: «Was für ein Glück habe ich, dass sie meine Frau wurde!» Seelenruhig wird er seiner Arbeit nachgehen können, weil er weiss, zuhause ist alles geregelt. Seine Frau hat alles im Griff, ist zudem bildhübsch und schaut auch noch für den guten Ruf des Hauses, indem sie sich für Bedürftige engagiert. Wie glücklich kann sich so ein Mann schätzen!

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  • Ein Blick für die Welt und ein Herz für Gott

    Ein Blick für die Welt und ein Herz für Gott

    Eine Weisheit, die einfach auf meiner Türschwelle sitzt? Ich weiss nicht, wie es auf anderen Türschwellen aussieht – auf meiner sitzt und geht alles Mögliche, aber die reine Weisheit ist selten dabei. Wie sieht diese Weisheit überhaupt aus?

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  • Unharmonische Geschwister

    Unharmonische Geschwister

    Ich lese im Buch Maleachi eine harsche Kritik an der Priesterschaft. Sie verraten den Namen Gottes, sind für die Menschen in der damaligen Krisenzeit, in der der Jerusalemer Tempel wieder aufgebaut wurde, keine Orientierung, sondern eine Schande. Die Menschen verachten sie zu Recht. Und Maleachi stellt die Frage nach der allem zugrundeliegenden Wahrheit, die alles trägt: «Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns alle erschaffen? Warum handeln wir treulos, einer gegen den andern …»

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  • Genug reicht manchmal einfach nicht

    Genug reicht manchmal einfach nicht

    Werbung und Abgrenzung sind auch der Sinn des Abschnitts aus dem Exodusbuch, wie ein sozialer Prospekt. Da steht drin, was ich zu erwarten habe, wenn ich dort lebe. Fremde werden nicht ausgebeutet, Witwen und Waisen werden nicht ausgenützt, Geld wird nicht gegen Wucherzins ausgeliehen, und das Existenzminimum darf man niemandem wegnehmen. Ein gutes Land? Eine gute Gesellschaft?

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  • Gott wirkt auch durch Menschen, die ihn nicht kennen

    Gott wirkt auch durch Menschen, die ihn nicht kennen

    Immer wieder neu berührt mich das Wort Jesu an Petrus: «Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst»

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  • Die Reue ist ein starker Kick

    Die Reue ist ein starker Kick

    Ich möchte eine Herzensregung erwähnen, die uns allen bestens bekannt ist: Die Reue. In diesem starken, höchstpersönlichen Gefühl vermengt sich manch Widersprüchliches. Vielleicht verbindet sich mit der Reue der Wunsch nach Wiedergutmachung, ein Hoffnungsfunke, doch noch eine Chance zu erhalten, die Bereitschaft, ein Zeichen des guten Willens zu setzen.

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  • Ungewissheit an der libyschen Küste

    Ungewissheit an der libyschen Küste

    Gott ist anders! Anders, als wir ihn jemals werden erfassen können. Er hat andere Massstäbe als wir Menschen. Wie kleinlich kommen mir da in gewissen Situationen als Sozialarbeiter unsere Gesetze und Verordnungen vor, die uns Richtschnur sein sollen.

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  • Und wenn ich nicht vergeben kann?

    Und wenn ich nicht vergeben kann?

    Was geht wohl in den Herzen der Menschen vor, die beim Terroranschlag in Barcelona liebe Angehörige verloren haben, oder die schwer verletzt wurden und von nun an vielleicht mit grossen Einschränkungen zu leben haben? Können solche Menschen einfach vergeben? Darf man das überhaupt von ihnen verlangen?

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  • Manchmal braucht es ein klares Wort

    Manchmal braucht es ein klares Wort

    Ich bin eine leidenschaftliche Radiohörerin. Manchmal höre ich mehr oder weniger hin. Kürzlich sprach ein Wissenschaftler von der Zukunft der Gletscher in der Schweiz. In 80 Jahren wird es in der Schweiz keine Gletscher mehr geben. Hörte ich recht? Diese Tatsache schreckte mich auf und folgende Gedanken schossen mir durch den Kopf: Meine Kinder werden dies knapp nicht erleben, aber die Enkelgeneration?

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  • Ein Feuer brennt in meinem Herzen

    Ein Feuer brennt in meinem Herzen

    Das ist, wie wenn im Innern ein Feuer brennt, das sich nicht löschen lässt. Der Prophet Jeremia beschreibt mit seinem Bild, wie sich das anfühlt, wenn man versucht, das zu ignorieren, was einen unbedingt angeht. Da muss etwas Bestimmtes getan werden, und wenn man sich dem verweigert, dann wird es zur Qual.

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  • Eine Kirche mit offenen Türen

    Eine Kirche mit offenen Türen

    «Öffnet die Türen!» – Diese Worte könnten vielleicht das geflügelte Wort für das Pontifikat von Papst Franziskus werden – ähnlich wie das Bild des geöffneten Fensters für das Wirken von Papst Johannes XXIII. Zahlreiche Türen wurden geöffnet.

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  • Von exklusiv zu inklusiv

    Von exklusiv zu inklusiv

    Es gibt einen Ort, der mehr ist als eine traumhafte Utopie, der uns vielmehr eine neue Perspektive eröffnet, dessen Name die Vision vom ewigen Frieden in sich trägt, weil er ein glückliches Zuhause für alle ankündigt: Jerusalem!

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  • Schweigend werden wir zu Hörenden

    Schweigend werden wir zu Hörenden

    Nicht im lauten Getöse und Gebrüll, nicht im Feuer und in der Hitze des Gefechts findet die Begegnung mit Gott statt, sondern in der Stille und im Schweigen.

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  • Gott – ein Freund der Menschen

    Gott – ein Freund der Menschen

    Kennen Sie den neuen Titan der Philanthropie? Immer wieder liest man von ihm: Mark Zuckerberg, der Erfinder von Facebook. Er hat bereits über 45 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke gespendet. Mit dieser immensen Summe bricht der junge IT-Unternehmer alle Rekorde, sodass ihn amerikanische Printmedien wohl zu Recht «Titan der Philanthropie» und «Gigant der Wohltätigkeit» nennen.

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  • Die einfachen Gesten der Freundschaft

    Die einfachen Gesten der Freundschaft

    Ich war vor wenigen Tagen anlässlich eines Kursbesuches in der Normandie. Ich wartete im Garten auf die Ankunft meiner Kolleginnen. Der Gastgeber stellte den Liegestuhl für mich in den Schatten, brachte mir eine Tasse Kaffee und reichte mir frisches Sonntagsgebäck aus der Boulangerie. Einfach so, ohne Absichten, freundlich.

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  • Rache ist süss – verführerisch und zerstörerisch

    Rache ist süss – verführerisch und zerstörerisch

    Haben Sie schon mal einem Menschen etwas Schlechtes gewünscht? So aus tiefstem Herzen meine ich, also nicht nur aus Lust am Quälen oder um aus dem Scheitern des Unsympathischen eine prickelnde Schadenfreude zu gewinnen. Nein, um einem Menschen richtiges Unglück zu wünschen, mit zusammengebissenen Zähnen, dazu gehört immer eine Vorgeschichte. Und wie geht diese Vorgeschichte bei Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser?

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  • Auf Adlerflügeln getragen

    Auf Adlerflügeln getragen

    Das Internet ist schon manchmal lustig. Anfang des Jahres fiel mir ein Link zu, der mich zu einer Art Bibelstellengenerator für das gerade begonnene Jahr führte. Dort wurde mir für 2017 zugesagt: «Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler, sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.» (Jes 40, 31)

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