Editorial

Gedanken zur jeweils aktuellen Ausgabe oder zu Themen, die in der Luft liegen.

  • Vertrauen statt Misstrauen

    Liturgische Bücher aus dem Latein übersetzen? Das klingt nach einer knochentrockenen Büez. Eine Sache für gelehrte Spezialisten. Aber hinter den Kulissen hat sich um diese Arbeit ein hef­tiges Seilziehen abgespielt, und das über Jahrzehnte. Von «einer Art politischem Fussball seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil» spricht der amerikanische Liturgiewissenschaftler John F. Baldovin.

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  • Vorfreude auf Taizé

    Nichts erfüllt das Bedürfnis nach Gemeinschaft leichter und natürlicher als gemeinsames Singen. Es ist nicht schlimm, wenn man ­einen Ton nicht trifft oder sich im Text verirrt – seine Stimme einzubringen in einen Chor, löst ein kleines Glücksgefühl aus.

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  • Jahr(es)zeiten

    Ich habe Bruder Klaus im Frühling meines Lebens kennen gelernt. Als Patron der Pfarrei, in der ich kirchlich sozialisiert wurde, war er allgegenwärtig. Von seinem Leben als Niklaus von Flüe habe ich allerdings kaum etwas mitbekommen.

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  • Schwieriger Bettag

    Wie haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den letztjährigen Eidgenössischen Bettag begangen? Sind Ihnen noch Erinnerungen an frühere Bettage präsent? – Es würde mich überraschen, wenn Sie ohne Zögern antworten könnten.

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  • Umkehren

    Zum Umkehren gehört auch die Einsicht. Die Einsicht, das falsche Ziel, den falschen Weg gewählt zu haben, nicht auf warnende Stimmen gehört, Gefahren und auch sich selbst falsch eingeschätzt zu haben. Diese ergibt sich nicht automatisch aus den äusseren Umständen, die uns zum Umkehren bewogen haben.

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  • Am Sonntag mal zweisprachig

    Die jahrzehntelange Trennung in deutsch- und italienischsprachige Gottesdienste in meiner Gemeinde liess mich oft den Kopf schütteln: Gehören wir denn nicht zur gleichen Kirche?

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  • Wir sind die anderen

    Aus der eigenen Sicht sind es die anderen, die etwas falsch machen, aus der Sicht der anderen sind es wir.

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  • Was am Perron ins Auge springt

    Was ich am Reisen mit dem öffentlichen Verkehr besonders schätze, ist die Ahnung von dieser grossen Spannweite, die er mir vermittelt. Alle, die hier warten, machen die Gesellschaft aus, in der wir leben.

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  • Neuer Chefredaktor von Kirche heute

    Seit nunmehr zehn Tagen ist unser neuer Chefredaktor Christian von Arx im Amt, und dies ist das erste Pfarrblatt, welches unter seiner Leitung herauskommt.

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  • Nichts gegen eine Gentech-Hostie

    Hostien, so haben wir gelesen, müssen Gluten enthalten. Ohne Gluten sind sie «ungültige Materie». Das ist etwas seltsam, denn wer an Zöliakie leidet, verträgt kein Gluten. Er hat nur die Wahl: Entweder auf die Kommunion verzichten oder die Hostie nehmen, um sich wenig später mit Bauchkrämpfen auf eine Bahre zu legen.

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  • Hitze

    29 Grad Celsius – warm genug für die Badi, aber nicht zu heiss, solange man im Schatten bleibt. Die Sache hat nur einen Haken: Das Thermometer, welches diese Temperatur anzeigt, hängt nicht irgendwo, sondern in einem Büro, unserem Büro ...

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  • Die Chancen des Staus

    Die Empörung war gross und nachhaltig, als vor zehn Tagen ein brennender Lastwagen auf der Autobahn den Basler Verkehr zum Erliegen brachte. So ein satter Stau ist ärgerlich.

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  • Kommunikation

    Solange Kommunikation problemlos läuft, ist sie eine Selbstverständlichkeit wie Luft zum Atmen, aber erst wenn sie unterbrochen ist, wird einem so richtig bewusst, wie wichtig sie ist. Nicht nur für Kommunikationsunternehmen! Keine Beziehung kommt ohne Kommunikation aus, ob auf geschäftlicher oder privater Ebene.

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  • Unaufhaltsamer Fortschritt

    Der Fortschritt macht vor gar nichts halt. Er verleidet einem das Briefeschreiben, weil es mit den Mails billiger geht. Wer auf der Post mit dem gelben Büchlein einzahlt, zahlt mittlerweile eine Gebühr. So eine Art ­Busse für renitente Fortschrittsverweigerung. In ein paar Jahren kostet vielleicht auch das Anstehen an der Migros- und Coopkasse etwas.

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  • Überraschung

    Überraschungen können positiv oder negativ sein, und selbst eigentlich positive Überraschungen haben zwei Seiten.

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  • Lauter Männerzirkel

    Es ist gut und gerne dreissig Jahre her, als eine junge Journalistin an der Redaktionssitzung einer Basler Zeitung vorschlug, eine Reportage über den Liestaler Banntag zu schreiben. Die Redaktion bestand überwiegend aus Männern, und zwar aus Männern, die die Gepflogenheiten der Region und insbesondere auch des Liestaler Banntags kannten.

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  • Familie real

    Familie – die präsentiert sich auch in der Schweiz des Jahres 2017 weitgehend in der traditionellen Konstellation, wenn auch mit einer etwas anderen Rollenverteilung. Dies jedenfalls besagt die Statistik des Bundes zur aktuellen Situation der Familien.

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  • Die Hand Gottes

    500 Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag an die Wittenberger Kirchenpforte möchten die einen die Ökumene voranbringen und andere grübeln nach wie vor über den Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken. Protestanten ­seien wirtschaftlich er­folgreicher, behaup­ten gelehrte Leute und meinen das auch ernst.

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  • Klassiker

    Am Sonntag war Clásico: In einem dramatischen Spiel besiegte der FC Barcelona den Erzrivalen Real Madrid mit 3:2 und liegt nun im Rennen um den Titel in der spanischen Fussballmeisterschaft vorne. Am Sonntag war aber nicht nur der weltweit beachtete Match zwischen den Starensembles der Blauroten aus Katalonien und der weissen Königlichen aus der Hauptstadt, sondern auch Welttag des Buches und des Urheberrechts.

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  • Oh du fröhliche …

    Der junge Mann im Anzug sitzt auf der Bank in der Elisabethenanlage und scheint recht froher Dinge zu sein, wie er da in der Mittagspause vor sich hinpfeift.

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