Editorial

Gedanken zur jeweils aktuellen Ausgabe oder zu Themen, die in der Luft liegen.

  • Hunger

    Wir sind uns so gewohnt, jederzeit essen zu können, dass wir nicht nachvollziehen können, was es heisst, wirklich zu hungern, jeden Abend unfreiwillig mit leerem Magen schlafen zu gehen. Unser Überfluss führt dazu, dass wir uns mehr mit den Folgen von zu viel als zu wenig Nahrung befassen. Dabei geht leicht vergessen, wieviele Menschen zu wenig zu essen haben.

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  • Ein Ministerium für Einsamkeit?

    Zuerst glaubte ich an einen Scherz. Am 17. Januar ging die Meldung in die Welt, in Grossbritannien gebe es jetzt ein Ministerium für Einsamkeit. Aber ein Blick in die Website der britischen Regierung bestätigt den Sachverhalt. Zwar wurde kein eigenes Ministerium mit diesem Namen geschaffen. Aber Premier­ministerin Theresa May hat der Ministerin für Sport und Zivilgesellschaft, Tracey Crouch, offiziell die Aufgabe übertragen, der Vereinsamung entgegenzuwirken.

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  • Grand Canyon

    Besonders hohe, aber auch besonders formschöne Berge und schwindelnd tiefe Gräben gehören zum Beeindruckendsten, was die Natur zu bieten hat. Wer das erste Mal das Matterhorn oder den Mount Everest in Echt zu Gesicht bekommt oder am Rande des Grand Canyon steht, der ist überwältigt.

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  • Vertrauen

    Wer Gelegenheit hatte, an einzelnen Anlässen des Jugendtreffens in den Gastgemeinden oder an den Veranstaltungen in Basel dabei zu sein, konnte staunen. So oft wird die junge Generation in den Pfarreien vermisst. Und da hat sich plötzlich gezeigt: Es gibt sie also doch. So könnte kirchliches Leben auch sein.

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  • Mittendrin

    Sie stehen auf der Wettsteinbrücke und machen Selfies vor der Bilderbuchkulisse des Grossbasler Rheinufers mit dem Münster im Zentrum. Sie schauen auf ihren Wegen kreuz und quer durch die Innerstadt in die Schaufenster, und sie tauchen abends im Pub auf. Die jungen Leute, die aus ganz Europa ans 40. Europäische Taizé-Jugendtreffen nach Basel gekommen sind, machen aus ihren Tagen am Rheinknie auch in touristischer Hinsicht das Beste.

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  • Engel unter uns

    Taizé! Für mehrere Generationen hat dieser Name einen Zauberklang. Vieles in der grossen und in unserer kleinen Welt ist nicht, wie es sein sollte, macht uns Angst. Taizé steht für das, was wir uns wünschen: Frieden, Begegnung, Vertrauen. Dass es diesen Ort gibt, ist ein Hoffnungsanker in der Welt.

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  • Dazwischen

    Nur noch ein paarmal schlafen und dann … Für Weihnachten mache ich eine Ausnahme und schreibe die Floskel, die ich sonst immer streiche: Dann ist es endlich soweit!

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  • Ein Weihnachtsgeschenk

    Der dritte Sonntag im Advent fällt dieses Jahr auf den 17. Dezember. Ein Datum, das mich immer an einen Text erinnert, der mir die Situation eines Flüchtlings in der Zeit des Zweiten Weltkriegs nahe gebracht hat. Genau 75 Jahre ist es her, dass der italienische Schriftsteller Ignazio Silone einen langen Brief an die Schweizerische Bundesanwaltschaft schrieb.

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  • Abrüsten

    Gab es früher, so sagt es mir wenigstens meine Erinnerung, eine wahrnehmbare Zäsur zwischen Herbstmesse und Vorweihnachtszeit, so scheint diese nun schon im Spätsommer zu beginnen. Dieses Gefühl mag teilweise am Klimawandel, der die warme Jahreszeit spürbar verlängert, liegen, hat aber sicher auch damit zu tun, dass sich bei religiösen Feiertagen die Gewichte immer mehr weg von Kirche zu Kommerz verschoben haben.

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  • Adventsdüfte in der Luft

    Von Mailänderli, Chräbeli oder Zimtsternen steht nichts im Lukas-Evangelium. Aber für mich sind sie keinesfalls das Unwichtigste an Weihnachten. Sie gehören zum Advent wie die Kerzen und Adventskränze, Lieder, Krippen oder Weihnachtsbäume. Sie bringen uns in Weihnachtsstimmung, machen uns empfänglich für die Worte der Weihnachtsgeschichte.

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  • Gewissen und Freiheit

    Es sagt sich so einfach und suggeriert Ernsthaftigkeit und Tiefgang, selbst wenn es um Banalitäten und Nebensächlichkeiten geht. «Ich habe mir ein Gewissen gemacht.»

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  • Erinnerung an Johannes Paul I.

    Unerwartet hat letzte Woche eine kurze Meldung den Namen von Papst Johannes Paul I. ins Bewusstsein gerufen. Es stehe nun endgültig fest, meldete Radio Vatikan, dass der Papst, der nur vom 26. August bis zum 28. September 1978 amtierte, nicht ermordet wurde, sondern an einem Herzversagen gestorben sei. Mir bleibt dieser Papst trotz seiner kurzen Amtszeit lebendig in Erinnerung.

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  • Heiliger Berg

    Wie vom Himmel gefallen sieht er aus, der riesige Klotz, der mitten in der australischen Savanne aufragt. Selbst wenn man den roten Felsen bereits auf vielen, ja zu vielen Fotos gesehen hat, ist sein Anblick in natura ein tief beeindruckendes Erlebnis. Kein Wunder haben die Aborigines, die Ureinwohner des fünften Kontinents, das Felsmassiv zur heiligen Stätte erklärt.

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  • Mit den Toten im Gespräch

    Allerheiligen, Allerseelen: Seit Jahrhunderten stehen die ersten Tage des Novembers in unseren Gegenden im Zeichen des Totengedenkens. Diese Tradition beruht nicht auf einer direkten Grundlage in der Bibel, sondern scheint einem urmenschlichen Bedürfnis zu entsprechen.

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  • Kulturerbe

    Ein Geschenk ist eigentlich etwas Schönes, das uneingeschränkte Freude auslöst. Die ­Eigentumsübertragung ohne Gegenleistung ­bedeutet jedoch nicht, dass mit dem Geschenk nicht auch Verpflichtungen verbunden sein können. Die Stiftung Kloster Dornach hat diese selber formuliert: Stiftungszweck ist die «Erhaltung der Gesamtanlage des ehemaligen Kapuzinerklosters Dornach, seiner beweglichen Kulturgüter und die Fortsetzung der jahrhunder­tealten kirchlichen und sozialen Traditionen in ökumenischem Geist».

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  • Vertrauen statt Misstrauen

    Liturgische Bücher aus dem Latein übersetzen? Das klingt nach einer knochentrockenen Büez. Eine Sache für gelehrte Spezialisten. Aber hinter den Kulissen hat sich um diese Arbeit ein hef­tiges Seilziehen abgespielt, und das über Jahrzehnte. Von «einer Art politischem Fussball seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil» spricht der amerikanische Liturgiewissenschaftler John F. Baldovin.

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  • Vorfreude auf Taizé

    Nichts erfüllt das Bedürfnis nach Gemeinschaft leichter und natürlicher als gemeinsames Singen. Es ist nicht schlimm, wenn man ­einen Ton nicht trifft oder sich im Text verirrt – seine Stimme einzubringen in einen Chor, löst ein kleines Glücksgefühl aus.

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  • Jahr(es)zeiten

    Ich habe Bruder Klaus im Frühling meines Lebens kennen gelernt. Als Patron der Pfarrei, in der ich kirchlich sozialisiert wurde, war er allgegenwärtig. Von seinem Leben als Niklaus von Flüe habe ich allerdings kaum etwas mitbekommen.

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  • Schwieriger Bettag

    Wie haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den letztjährigen Eidgenössischen Bettag begangen? Sind Ihnen noch Erinnerungen an frühere Bettage präsent? – Es würde mich überraschen, wenn Sie ohne Zögern antworten könnten.

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  • Umkehren

    Zum Umkehren gehört auch die Einsicht. Die Einsicht, das falsche Ziel, den falschen Weg gewählt zu haben, nicht auf warnende Stimmen gehört, Gefahren und auch sich selbst falsch eingeschätzt zu haben. Diese ergibt sich nicht automatisch aus den äusseren Umständen, die uns zum Umkehren bewogen haben.

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ZUM THEMA

  • Dritter Begegnungs- und Entwicklungstag in Basel-Stadt

    Auf dem Weg zum Pastoralraum Basel-Stadt haben die Pfarreien und Gemeinschaften einen weiteren Meilenstein passiert. Am dritten Begegnungs- und Entwicklungstag ging es um die Umsetzung der Schwerpunkte, aber auch um den Austausch im Gespräch. >> mehr...

  • Katholische YouTube-Stars gesucht

    Wer sind die besten Video-Blogger? Mit einem Wettbewerb werden Kurzvideos von 90 Sekunden gesucht. Die Eingaben werden von einer Jury bewertet. Die zwölf besten YouTuber werden als Video-Blogger bei kath.ch engagiert. >> mehr...

 

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