Editorial

Gedanken zur jeweils aktuellen Ausgabe oder zu Themen, die in der Luft liegen.

  • Abrüsten

    Gab es früher, so sagt es mir wenigstens meine Erinnerung, eine wahrnehmbare Zäsur zwischen Herbstmesse und Vorweihnachtszeit, so scheint diese nun schon im Spätsommer zu beginnen. Dieses Gefühl mag teilweise am Klimawandel, der die warme Jahreszeit spürbar verlängert, liegen, hat aber sicher auch damit zu tun, dass sich bei religiösen Feiertagen die Gewichte immer mehr weg von Kirche zu Kommerz verschoben haben.

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  • Adventsdüfte in der Luft

    Von Mailänderli, Chräbeli oder Zimtsternen steht nichts im Lukas-Evangelium. Aber für mich sind sie keinesfalls das Unwichtigste an Weihnachten. Sie gehören zum Advent wie die Kerzen und Adventskränze, Lieder, Krippen oder Weihnachtsbäume. Sie bringen uns in Weihnachtsstimmung, machen uns empfänglich für die Worte der Weihnachtsgeschichte.

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  • Gewissen und Freiheit

    Es sagt sich so einfach und suggeriert Ernsthaftigkeit und Tiefgang, selbst wenn es um Banalitäten und Nebensächlichkeiten geht. «Ich habe mir ein Gewissen gemacht.»

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  • Erinnerung an Johannes Paul I.

    Unerwartet hat letzte Woche eine kurze Meldung den Namen von Papst Johannes Paul I. ins Bewusstsein gerufen. Es stehe nun endgültig fest, meldete Radio Vatikan, dass der Papst, der nur vom 26. August bis zum 28. September 1978 amtierte, nicht ermordet wurde, sondern an einem Herzversagen gestorben sei. Mir bleibt dieser Papst trotz seiner kurzen Amtszeit lebendig in Erinnerung.

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  • Heiliger Berg

    Wie vom Himmel gefallen sieht er aus, der riesige Klotz, der mitten in der australischen Savanne aufragt. Selbst wenn man den roten Felsen bereits auf vielen, ja zu vielen Fotos gesehen hat, ist sein Anblick in natura ein tief beeindruckendes Erlebnis. Kein Wunder haben die Aborigines, die Ureinwohner des fünften Kontinents, das Felsmassiv zur heiligen Stätte erklärt.

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  • Mit den Toten im Gespräch

    Allerheiligen, Allerseelen: Seit Jahrhunderten stehen die ersten Tage des Novembers in unseren Gegenden im Zeichen des Totengedenkens. Diese Tradition beruht nicht auf einer direkten Grundlage in der Bibel, sondern scheint einem urmenschlichen Bedürfnis zu entsprechen.

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  • Kulturerbe

    Ein Geschenk ist eigentlich etwas Schönes, das uneingeschränkte Freude auslöst. Die ­Eigentumsübertragung ohne Gegenleistung ­bedeutet jedoch nicht, dass mit dem Geschenk nicht auch Verpflichtungen verbunden sein können. Die Stiftung Kloster Dornach hat diese selber formuliert: Stiftungszweck ist die «Erhaltung der Gesamtanlage des ehemaligen Kapuzinerklosters Dornach, seiner beweglichen Kulturgüter und die Fortsetzung der jahrhunder­tealten kirchlichen und sozialen Traditionen in ökumenischem Geist».

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  • Vertrauen statt Misstrauen

    Liturgische Bücher aus dem Latein übersetzen? Das klingt nach einer knochentrockenen Büez. Eine Sache für gelehrte Spezialisten. Aber hinter den Kulissen hat sich um diese Arbeit ein hef­tiges Seilziehen abgespielt, und das über Jahrzehnte. Von «einer Art politischem Fussball seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil» spricht der amerikanische Liturgiewissenschaftler John F. Baldovin.

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  • Vorfreude auf Taizé

    Nichts erfüllt das Bedürfnis nach Gemeinschaft leichter und natürlicher als gemeinsames Singen. Es ist nicht schlimm, wenn man ­einen Ton nicht trifft oder sich im Text verirrt – seine Stimme einzubringen in einen Chor, löst ein kleines Glücksgefühl aus.

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  • Jahr(es)zeiten

    Ich habe Bruder Klaus im Frühling meines Lebens kennen gelernt. Als Patron der Pfarrei, in der ich kirchlich sozialisiert wurde, war er allgegenwärtig. Von seinem Leben als Niklaus von Flüe habe ich allerdings kaum etwas mitbekommen.

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  • Schwieriger Bettag

    Wie haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, den letztjährigen Eidgenössischen Bettag begangen? Sind Ihnen noch Erinnerungen an frühere Bettage präsent? – Es würde mich überraschen, wenn Sie ohne Zögern antworten könnten.

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  • Umkehren

    Zum Umkehren gehört auch die Einsicht. Die Einsicht, das falsche Ziel, den falschen Weg gewählt zu haben, nicht auf warnende Stimmen gehört, Gefahren und auch sich selbst falsch eingeschätzt zu haben. Diese ergibt sich nicht automatisch aus den äusseren Umständen, die uns zum Umkehren bewogen haben.

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  • Am Sonntag mal zweisprachig

    Die jahrzehntelange Trennung in deutsch- und italienischsprachige Gottesdienste in meiner Gemeinde liess mich oft den Kopf schütteln: Gehören wir denn nicht zur gleichen Kirche?

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  • Wir sind die anderen

    Aus der eigenen Sicht sind es die anderen, die etwas falsch machen, aus der Sicht der anderen sind es wir.

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  • Was am Perron ins Auge springt

    Was ich am Reisen mit dem öffentlichen Verkehr besonders schätze, ist die Ahnung von dieser grossen Spannweite, die er mir vermittelt. Alle, die hier warten, machen die Gesellschaft aus, in der wir leben.

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  • Neuer Chefredaktor von Kirche heute

    Seit nunmehr zehn Tagen ist unser neuer Chefredaktor Christian von Arx im Amt, und dies ist das erste Pfarrblatt, welches unter seiner Leitung herauskommt.

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  • Nichts gegen eine Gentech-Hostie

    Hostien, so haben wir gelesen, müssen Gluten enthalten. Ohne Gluten sind sie «ungültige Materie». Das ist etwas seltsam, denn wer an Zöliakie leidet, verträgt kein Gluten. Er hat nur die Wahl: Entweder auf die Kommunion verzichten oder die Hostie nehmen, um sich wenig später mit Bauchkrämpfen auf eine Bahre zu legen.

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  • Hitze

    29 Grad Celsius – warm genug für die Badi, aber nicht zu heiss, solange man im Schatten bleibt. Die Sache hat nur einen Haken: Das Thermometer, welches diese Temperatur anzeigt, hängt nicht irgendwo, sondern in einem Büro, unserem Büro ...

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  • Die Chancen des Staus

    Die Empörung war gross und nachhaltig, als vor zehn Tagen ein brennender Lastwagen auf der Autobahn den Basler Verkehr zum Erliegen brachte. So ein satter Stau ist ärgerlich.

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  • Kommunikation

    Solange Kommunikation problemlos läuft, ist sie eine Selbstverständlichkeit wie Luft zum Atmen, aber erst wenn sie unterbrochen ist, wird einem so richtig bewusst, wie wichtig sie ist. Nicht nur für Kommunikationsunternehmen! Keine Beziehung kommt ohne Kommunikation aus, ob auf geschäftlicher oder privater Ebene.

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ZUM THEMA

 

Kirche heute
Innere Margarethenstrasse 26, 4051 Basel, Tel. 061 363 01 70, sekretariat@kirche-heute.ch